Das Problem
Eine Vierer-WG hielt zwei Apps parallel am Leben: eine für Putzpläne, eine für das Aufteilen von Ausgaben. Beide kosteten Geld, beide kannten die WG nicht wirklich, und keine kannte die Hausordnung, die tatsächlich galt.
Was gebaut wurde
Eine progressive Web-App mit Login über Namen und PIN, Aufgabenrotation, Ausgabenaufteilung und Push-Benachrichtigungen. Die Hausordnung liegt als Code in einem eigenen Modul, nicht als PDF an der Kühlschranktür. Regeln, die rechnen, statt Regeln, die ermahnen.
Drei Entscheidungen mit Begründung
Next.js statt Python. Der erste Impuls war ein Python-Backend. Bei näherem Hinsehen war fast alles Frontend-Arbeit: installierbare App, Service-Worker, Web-Push. Eine Laufzeit, ein Deployment, keine Brücke dazwischen.
Kein drittes Supabase-Projekt. Zwei liefen bereits und der kostenlose Tarif hat einen Deckel. Stattdessen eine weitere Datenbank auf dem Server, der ohnehin läuft. Null zusätzliche Kosten.
Keine eigene Domain. Ein Dienst, der <name>.<ip>.sslip.io auf die IP
auflöst, spart die Domain und die Wartezeit. Für eine App mit vier Nutzern ist
eine gekaufte Domain Eitelkeit.
Was ich daraus gelernt habe
Der teuerste Teil eines kleinen Projekts sind die Abhängigkeiten, die man neu aufmacht, nicht die Zeilen, die man schreibt. Jede Entscheidung ging in Richtung “was läuft schon und kann das mittragen”.
Namen der Mitbewohner, PINs und tatsächliche Abrechnungen bleiben außen vor. Gezeigt wird die Machart, nicht der Inhalt.